Auf
Gemüse aus der Region setzen
(GMH)
Regional kaufen, gründlich waschen und guten Gewissens genießen.
So lassen sich Verhaltensregeln für den bedachten Umgang mit Gemüse
angesichts der EHEC-Krise umreißen. Regional bedeutet kurze Wege,
bedeutet Frische und klare, nachvollziehbare Vermarktungsstrukturen. Jeder
sieht, wo und wie das Gemüse bei den heimischen Marktgärtnern
wächst, die ab Hof, über Groß- und Wochenmärkte verkaufen.
Das gibt Sicherheit und Vertrauen.
Heimische Gemüsegärtner
setzen weder Gülle, die als mögliche Quelle für das Bakterium
gilt, noch andere Fäkalien bei der Gemüseproduktion ein. Der
Geschmack des Gemüses würde sich da-durch negativ verändern.
Obendrein regelt ein ganzes Bündel an Hygienevorschriften den Umgang
mit Salat und Radieschen, Spargel, Porree, Gurken und Tomaten. Dazu gehören
Hygienevorgaben für die Erntearbeiter, Analysen von Bewässerungswasser,
Pflanzenuntersuchungen und die Teilnahme an Qualitätssicherungssystemen.
Zusätzlich lassen Erzeuger und Vermarkter derzeit Obst und Gemüse
auch auf den EHEC-Erreger prüfen.
Die Gärtner waren und sind sich sicher, dass ihre Produkte unbedenklich
gegessen werden können und verweisen obendrein auf die Frische. Ihr
Gemüse legt keine langen Wege zurück, bis es beim Verbraucher
landet. So bleiben die für die Gesundheit wichtigen Vitamine und
sekundären Inhaltsstoffe in vollem Umfang erhalten. Ernährungsberater
empfehlen schon lange, regionale Produkte zu bevorzugen, und die Umweltschützer
unterstreichen das aus ihrer Sicht. Denn die kurzen Wege zum Verbraucher
verschlingen erheblich weniger Energie und produzieren weniger Abgase
als der Transport über Tausende von Kilometern.
Es spricht also alles dafür, sich mit Gemüse aus der Region
weiterhin Gutes zu tun. Nur eines sollte immer beachtet werden: Die gründliche
Hygiene. Für unsere Großeltern war das im Umgang mit Obst und
Gemüse noch selbstverständlich. Denn damals trugen Radieschen
und Salat meist noch deutliche Erdspuren. Heute wird alles weitgehend
sauber angeliefert. Das verleitet dazu, schon mal in ein ungewaschenes
Radieschen zu beißen. Trotzdem sollte man sich die alten Grundsätze
zu Eigen machen: Nichts ungewaschen in den Mund stecken. Aber auch nichts
Essbares mit ungewaschenen Fingern anfassen oder mit schmutzigen Gerätschaften
berühren. Wer sich so verhält, kann Obst und Gemüse immer
mit Appetit und Genuss verzehren.
Foto: GMH
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