Gärtner
sind die Experten für Wachstum
Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner eröffnete 28. IPM Essen und
kürte IPM-Pflanzenneuheiten
(ZVG) Innovation, Ideen
und unternehmerisches Handeln das macht den Gartenbau aus und dafür
danke ich der Branche. Ich sichere Ihnen weiterhin eine gute Zusammenarbeit
zu. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner eröffnete heute
die Internationale Pflanzenmesse IPM in Essen und lobte das breite Angebotsspektrum
als eine umwerfende Vielfalt. Die Messe findet erstmals unter
der Woche statt und dauert nun noch bis Freitag. Aigner zeigte sich abermals
begeistert von dem geballten Angebot an Pflanzen, Technik und Verkaufsförderung,
über das sie sich bei einem Eröffnungsrundgang ein eigenes Bild
machte.
Neben dem Besuch verschiedener Aussteller und Länderbeteiligungen
stand auch die Preisverleihung zum IPM-Neuheitenschaufenster veranstaltet
vom Zentralverband Gartenbau (ZVG) und IPM Essen - auf dem Programm, die
die Ministerin persönlich übernahm (s. separater Bericht). In
ihrer Rede bezeichnete sie die Gärtner als die Experten für
Wachstum schlechthin und spielte damit an auf das von der Bundesregierung
initiierte Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Auch mit Blick auf den Berufsnachwuchs
lobte sie die grüne Branche. Sie dankte für das umfassende Engagement
in die Ausbildung sowie das Entwickeln innovativer Konzepte zur Förderung
junger Gärtnerinnen und Gärtner. Reinhard Paß, Oberbürgermeister
der Stadt Essen, begrüßte die rund 500 internationalen Gäste
und freute sich, dass wir mit der IPM eine wahrhaft blühende
Messe in der Stadt haben. Ein Haus ohne Blumen ist wie ein
Haus ohne Leben. Prinzessin Benedikte von Dänemark schwärmte
von der Sinnenpracht, die die IPM und der gesamte Gartenbau böten,
und betonte, wie wichtig Blumen und Pflanzen in Zeiten der Freude und
auch der Trauer für den Menschen seien.
Heinz Herker, Präsident
des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) und Präsident des Landesverbandes
Gartenbau Westfalen-Lippe e.V. , erläuterte in seinem Grußwort
die Marktsituation des Gartenbaus: Vor einem Jahr konnte ich an
dieser Stelle eine positive Prognose für das kommende Jahr wagen.
Heute muss ich zurückhaltender sprechen. Denn die Erfahrung zeigt,
dass wir uns in Phasen des Aufschwungs meist schwer tun, hoch gesteckte
Absatzziele zu erreichen. Doch, so Herker weiter, sei dies kein
Grund, in Pessimismus zu verfallen. Seit mehr als einem Viertel Jahrhundert
komme die IPM am Jahresanfang genau richtig, um neue Wege aufzuzeigen
und mit Neuentwicklungen beispielsweise in Züchtungstechnik und Marketing
mutig ins neue Jahr zu starten.
Herker erläuterte auch,
wie sich die Branche gesamtgesellschaftlicher Probleme annimmt: Der
Gartenbau konnte in den vergangenen 30 Jahren mit viel Eigeninitiative
schon allein an Heizenergie rund 50 % Einsparung erreichen. Diese Entwicklung
müssen wir weiter vorantreiben und deshalb begrüße ich
das CO2-Effizienzprogramm der Bundesregierung. Doch im Beisein von
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner warnte er auch: Wir
wissen, dass dies in der Praxis kaum umzusetzen ist. Daher befürworten
wir die Bereitschaft, die Referenzwerte zu entschärfen, notwendige
Änderungen vorzunehmen und bürokratische Hindernisse abzublocken.
Abschließend betonte
der Gärtnerpräsident: Mit hohen Umweltstandards und unter
Ausschöpfung neuester Erkenntnisse von Wissenschaft und Forschung
- deswegen ist deren Förderung so immens wichtig - produzieren wir
frisches Obst und Gemüse, Pflanzen für gesundes und schönes
Wohnen und einen lebenswerten Freiraum. Wir sind in allen Lebensbereichen
der Menschen aktiv und werden gebraucht. Das verstehen wir als Auftrag,
den wir gerne annehmen. Heinrich Hiep, Präsident des Landesverbandes
Gartenbau Rheinland und Vorsitzender des Fachbeirates der IPM bestätigte,
dass die Essener Pflanzenmesse starke Impulse in die Branche sendet: Seit
der 1. IPM hat diese Messe ihr Gesicht laufend verändert und neue
Herausforderungen angenommen. Es wurden in dieser Zeit viele wichtige
Entscheidungen getroffen. Die IPM international zu öffnen, war sicherlich
die wichtigste Entscheidung überhaupt. Die neuen Messetage von Dienstag
bis Freitag sind die richtige Antwort für die Veränderungen
am Markt und der gestiegenen Internationalität der Aussteller und
Besucher. Ein
neuer Meilenstein für eine erfolgreiche Zukunft unserer IPM. Aus
über 40 Ländern kommen in diesem Jahr die Aussteller. Dies unterstreicht
eindrucksvoll die Bedeutung der IPM als Weltleitmesse der Grünen
Branche. Diese hohe Beteiligung stimmt mich hoffnungsvoll für die
Zukunft. Dynamik, Innovation und Überzeugung mit Blumen und Pflanzen
wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ist überall spürbar. Die
IPM hat das richtige Angebot, sie hat die richtige Mischung und sie hat
den richtigen Termin. Ich bin sicher, auch in diesem Jahr wird eine
Aufbruchstimmung von Essen aus in die Branche gehen.
Im Rahmen der Eröffnungsfeier
zur IPM verlieh Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg
den Gartenbaupreis NRW 2010 an das Gelsenkirchener Familienunternehmen
Suttmeyer für herausragende Leistungen im Themenbereich Innovative
Betriebskonzepte für den Friedhofsgartenbau. Professor Dr.
Matthias Diezemann, Vorsitzender der Interessenvertretung der deutschen
Industrie für den Gartenbau (INDEGA) verlieh den INDEGA-Technikpreis
2010. Er überreichte diesen an die MSD GmbH Möschle & Seifert
Dämpftechnik aus Durbach für ihre Entwicklungen im Pflanzenschutz.
Bildunterschrift oben:
Beim Eröffnungsrundgang über die IPM 2010 überzeugte sich
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner vom vielseitigen Spektrum
des Angebotes (von links): Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister
Eckhard Uhlenberg, Frank Thorwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Messe Essen, Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, Marie Luise
Fasse, Vorsitzende des Agrarausschusses des Landes Nordrhein- Westfalen,
Victoria Salomon, Deutsche Blumenfee 2009/2010, ZVG-Präsident Heinz
Herker. Fotos: Wiefel
Weitere Foto-Impressionen:









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