Gemüse aus Westfalen bedenkenlos genießen


Bernd Wortmann, Vizepräsident des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe e.V. und Gemüseproduzent aus Herford betonte jetzt im Rahmen der Diskussion um EHEC-Bakterien an Gurken, Tomate & Co., dass Obst und Gemüse aus Westfalen bedenkenlos vom Verbraucher verzehrt werden kann.

Das bestätigte auch die Godeland GmbH Bielefeld, welche die Gemüseprodukte von fast allen ihren Zulieferern am Donnerstag in einem unabhängigen Labor in Rheda Wiedenbrück (G+S Laboratorium) auf EHEC hat testen lassen. Alle Proben, so die Godeland Vermarktungsgesellschaft mbH Bielefeld, waren negativ. Unter den Proben befanden sich Schlangengurken und Tomaten (beides Gewächshaus-Kulturen), Lollo-Bionda Salate, Eissalate und Rucola aus dem Freiland. Es werden stündlich Betriebe weiter beprobt, um den Verbraucher darüber aufzuklären, dass Gemüse aus Nordrhein-Westfalen sicher ist und bleibt.

Zum Anbau von Gemüse in Westfalen-Lippe betont Wortmann weiter, dass insbesondere Tomaten und Salatgurken ausschließlich in Gewächshäusern angebaut würden und daher nicht mit Düngern aus tierischer Herkunft in Berührung kämen. Darüber hinaus kämen weder Blätter noch Früchte dieser beiden Gemüsearten mit Beregnungswasser in Kontakt. Die Bewässerung erfolge lediglich über Tropfschläuche, die nur die Wurzeln mit Wasser versorgen und benetzen.
"Vor allem im Salatanbau ist es absolut unüblich, Gülle vor der Kultur auf die Felder auszubringen", so Wortmann weiter. Bei einer Ausbringung von Gülle auf den gepflanzten Salat würden die jungen Salatpflanzen aufgrund des hohen Amoniak-Gehalts sofort eingehen.

Die Beregnung des Salates erfolgt zum überwiegenden Anteil mit Brunnenwasser, das dem Grundwasser entnommen und mindestens einmal im Jahr untersucht werde.
"Bei allen Gemüsearten, die vor der Vermarktung gewaschen werden, muss grundsätzlich der letzte Waschgang mit Wasser in Trinkwasserqualität erfolgen. Das schreibt das QS Zertifizierungssystem für den Gemüsebau vor, an denen westfälische Gemüsebaubetriebe flächendeckend teilnehmen", erläutert Wortmann weiter. Ohne diese QS-Beteiligung können Betriebe nicht an den Lebensmitteleinzelhandel liefern. QS ist das weltweit größte Prüfsystem für frische Lebensmittel, das alle Akteure der Lebensmittelproduktion - vom Gemüsegärtner bis zur Ladentheke - einbindet. Durch diese Prüfung und die damit verbundene Integration der ganzen Systemkette schaffe dies die Grundlage für Vertrauen in Gemüse aus Nordrhein-Westfalen.

Dass der Verbraucher dabei die Grundsätze der Hygiene bei der Verarbeitung von Gemüse einzuhalten hat, versteht sich von alleine. Oberste Priorität für die Verbraucher aber auch für die Gemüsegärtner des Landes sei jetzt, die Quelle der Verunreinigungen mit EHEC-Bakterien zu finden, um von allen Beteiligten weiteren Schaden abzuwenden.